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Dr. Dominik Pichler

Kevelaer steht vor wichtigen Entscheidungen:

Wie sichern wir gute Bildung und starke Vereinsstrukturen trotz angespannter Finanzen? Wie schaffen wir bezahlbaren Wohnraum, erhalten unsere Ortskerne und treiben gleichzeitig den Klimaschutz voran? Und wie bleibt Kevelaer ein Ort, in dem sich Menschen aller Generationen wohlfühlen – ob als Familien, Senioren, Jugendliche oder Unternehmer?

Seit 2015 darf ich Bürgermeister dieser Stadt sein – und ich bewerbe mich erneut um Ihr Vertrauen. Mein Ziel ist klar: Ich möchte Kevelaer gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern weiterentwickeln – ehrlich, transparent und lösungsorientiert.

Wahlkampfflyer

Mein Wahlprogramm

Privatperson

Mein Name ist Dominik Pichler, ich wurde vor 49 Jahren in Rosenheim geboren. 1983 kam ich nach Kevelaer. Meine Eltern zogen mit meinem Bruder und mir zu meinen Großeltern in das Haus Annastraße 10, in dem bereits mein Urgroßvater Dr. Peter Werner Hoffmann nach dem ersten Weltkrieg bis in die 60er Jahre als praktischer Arzt tätig war. Ich habe dann 1995 auf dem KvGG mein Abitur gemacht. Nach dem Zivildienst, den ich im Bereich Betreuung und Pflege im Altenheim in Wetten ableistete, einem Jurastudium in Bonn und meinem Referendariat in Fulda zogen wir wieder nach Kevelaer, wo ich ab 2005 ca. 10 Jahre lang als selbständiger Strafverteidiger tätig war. Berufsbegleitend habe ich zu einem Thema aus dem Gewaltstrafrecht promoviert. Seit dem 21. Oktober 2015 bin ich Bürgermeister von Kevelaer.

Kurz vor dem Abitur lernte ich hier in Kevelaer Silvia (geb. Hölters) kennen und lieben, im Jahr 2003 haben wir geheiratet. Wir haben sechs Kinder. Die ältesten beiden haben bereits ihr Abitur gemacht, die beiden mittleren besuchen aktuell das KvGG, die beiden jüngsten Kinder die Hubertus-Grundschule. Meine Frau Silvia studierte Veterinärmedizin in Gießen. Sie ist seit einigen Jahren angestellte Tierärztin beim Kreis Kleve.

Ich versuche, möglichst viel Zeit mit meiner Frau und meinen Kindern zu verbringen. Das war schon in der Zeit als Selbständiger nicht immer leicht. Seit ich Bürgermeister bin, ist es noch herausfordernder geworden, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen.

Mit meiner Frau und meinen ältesten drei Kindern bin ich seit einigen Jahren Mitglied der Theaterwerkstatt Haus Freudenberg. Die Schauspielerei ist ein schöner Ausgleich und gleichzeitig eine gute Gelegenheit, mit zumindest Teilen der Familie einem gemeinsamen Hobby nachzugehen. Zusammen mit meiner Frau singe ich darüber hinaus im Familienchor der Pfarrgemeinde St. Marien. Außerdem bin ich seit knapp 15 Jahren aktives Mitglied der Judoabteilung des KSV, um mich körperlich fit zu halten. Und schließlich noch ein nerdiges Hobby: Ich bin seit mehreren Jahren Mitglied im Deutschen Quizverein und nehme an überregionalen Quizmeisterschaften teil. Seit meiner Schulzeit bin ich auch Mitglied im Schachklub Kevelaer, habe aber leider in den letzten Jahren nur wenig Zeit, diesem Hobby im Verein nachzugehen.

Schon recht bald nach unserer Rückkehr nach Kevelaer wurde ich SPD-Mitglied und wurde dann im Jahr 2009 und erneut im Jahr 2014 in den Stadtrat gewählt. Im September 2015 wurde ich zum Bürgermeister gewählt und fünf Jahre später von den Bürgerinnen und Bürgern im Amt bestätigt.

Bürgermeister

Als ich Bürgermeister wurde, hatte ich mir zwei Dinge vorgenommen. Zum einen, und es ist fast eine Binsenweisheit: Sag, was du tust und tu, was du sagst. Das heißt: Sei ehrlich und bleib authentisch, auch wenn es mal unangenehm ist, und sei verlässlich. Versprich nichts, das du nicht halten kannst, und erkläre, was du warum machst. Viele Menschen wünschen sich noch mehr Transparenz und Information, und daran will ich weiterhin arbeiten. Die Einrichtung einer städtischen Pressestelle war ein wichtiger Schritt, die Verbreitung städtischer News in den Social Media sowie die Verbesserung der städtischen Homepage mit Blick auf verbesserte Barrierefreiheit ebenfalls. Auch die in meiner Zeit als Bürgermeister deutlich ausgebaute Bürgerbeteiligung bei städtischen Projekten dient der Transparenz.

Zum anderen wollte ich kein „Parteibuch-Bürgermeister“ sein sondern ein Bürgermeister für alle Kevelaerer. Ich wollte als Bürgermeister ohne eigene Mehrheit im Stadtrat fraktionsübergreifend für meine Ideen werben, um so die Stadt, das Stadtleben und die Stadtentwicklung zu gestalten. Rückblickend glaube ich, dass mir das in großen Teilen ganz gut gelungen ist. Natürlich gibt es Projekte, Vorschläge und Ideen, die ich nicht durchsetzen konnte, aber das ist Demokratie. In einer ganzen Reihe von Fällen aus den verschiedensten Bereichen ist es aber gelungen, was auch damit zu tun hat, dass sich der Rat oder jedenfalls große Teile davon nicht dogmatisch oder destruktiv an die Sache herangegangen sind sondern ergebnisoffen, und so sollte es ja auch sein. Die Demokratie und gerade auch die Kommunalpolitik lebt von einem Nebeneinander verschiedener Meinungen.

In manchen Bereichen war es sehr schön zu erleben, dass der Stadtrat und die Verwaltung an einem Strang ziehen, zum Beispiel in den Bereichen Jugendhilfe, Schulen, Unterstützung von Vereinen und Feuerwehr. Bei anderen Fragen mussten Ideen und Projekte dagegen auch gegen Widerstand durchgesetzt werden.

Noch etwas ganz allgemein zum Umgang mit dem Bürger: An dieser Stelle gibt es durchaus eine wichtige Gemeinsamkeit bei den Berufsbildern des Strafverteidigers und des Bürgermeisters: Man muss die Menschen mögen, die Sorgen und Nöte dürfen nicht egal sein, und man darf keinen Standesdünkel pflegen. Man kann es nicht jedem recht machen, und es gibt immer auch Menschen, die einen aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mögen, aber man muss die Menschen ernst nehmen.

Vor zehn Jahren hatte ich erheblichen Respekt vor den repräsentativen Aufgaben, die dieses Amt mit sich bringt. Mir ist dann aber schnell aufgefallen, dass es mir große Freude bereitet, in Kevelaer und den Ortschaften auf den Kirmessen, Heimatabenden, Jahreshauptversammlungen, Jubiläumsfeierlichkeiten und diversen sonstigen Veranstaltungen dabei zu sein und mich „unters Volk zu mischen“. Hier werde ich auch regelmäßig auf Dinge angesprochen, die ich ansonsten vermutlich nicht erfahren würde.

Grundsätzliches

Aktuelle Umfragen zeigen, was die Menschen in Deutschland vor allem beschäftigt. In den TOP 5 finden sich in aller Regel Fragen der inneren und der äußeren Sicherheit, Migration, der Klimawandel sowie das große Feld der (eigenen) Lebensumstände. Hierauf muss die Politik Antworten finden, in Berlin, in Düsseldorf, aber natürlich auch in Kevelaer. Einige dieser Themen (etwa die äußere Sicherheit, zB die Kriege in der Ukraine oder im Nahen Osten) spielen in der Kommunalpolitik keine große Rolle, andere sehr wohl, vor allem alle Fragen, die das Leben und die Lebensumstände betreffen.

In Kevelaer wurde in den vergangenen Jahren viel umgesetzt, leider steht es in ganz NRW und damit auch in Kevelaer schlecht um die Kommunalfinanzen. Das liegt daran, dass das Land und der Bund den Kommunen immer mehr Aufgaben übertragen, ohne das alles ausreichend gegenzufinanzieren. Des Weiteren gehen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer zurück, eine der Haupteinnahmequellen jeder Kommune, was vor allem der Weltwirtschaft geschuldet ist.  Kevelaer steht – wie viele andere Kommunen auch – kurz vor der Haushaltssicherung: Es geht also bei allem darum, ob wir den vorhandenen Standard halten können und ob Geld da ist für neue Maßnahmen.

Stadtentwicklung/-umbau/Wohnungsbau/Klima

Für die nächsten Jahre ist geplant, Kevelaer bei knapp 30000 Einwohnern zu halten und eine jüngere Altersstruktur zu gewährleisten. Mein Hauptaugenmerk in den kommenden Jahren liegt auf der weiteren Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Denn es besteht ein erheblicher Bedarf an bezahlbarem  Wohnraum auf Kevelaerer Stadtgebiet. Darüber hinaus muss im Blick behalten werden, dass in den nächsten Jahren bei bestehendem bezahlbarem Wohnraum Zweckbindungsfristen auslaufen. Es ist nur ein Anfang, dass aktuell auf der Hüls 42 Wohneinheiten entstehen. Weiterer bezahlbarer Wohnraum ist geplant auf dem Dohr-Gelände, der Alten Heerstraße und der Marktstraße. Das sind weitere ca. 100 Wohneinheiten, die in den nächsten Jahren entstehen sollen.

Ein zusätzliches Instrument, über das ich in diesem Zusammenhang mit dem neuen Stadtrat reden möchte, ist das Konzept der kooperativen Baulandentwicklung. Hierfür benötige ich einen Baulandbeschluss. Bauleitplanung soll dann nur noch in Verbindung mit vertraglichen Regelungen zur Wertabschöpfung erfolgen, so dass ein Teil der Wertsteigerung etwa für die Finanzierung von infrastrukturellen Folgeeinrichtungen wie Kindergärten oder Schulen eingesetzt werden kann. Zudem können planerische Vorgaben u.a. zu bezahlbarem Wohnraum, Klima und Mobilität festgelegt werden. So behält die Stadt die Kontrolle und kann besser steuern, was sich auf diesen Flächen wie entwickelt.

Auch die Erschließung normaler Wohnbauflächen bleibt wichtig, damit die jungen Familien nicht abwandern. Auch hier möchte ich zu einer kooperativen Baulandentwicklung kommen. In den Ortschaften sind wir aktuell im Soll. In Kevelaer-Mitte erfolgt für die Wohnbauflächen auf der Hüls nur noch die Umlegung der Kuckucksley, dann geht es auch dort endlich los.

In diesem Jahr wurden bzw. werden zwei Flüchtlingswohnheime mit insgesamt 200 Betten gebaut. Das hat zwar Geld gekostet, ist aber insgesamt die beste und sozialverträglichste Lösung. Denn das Land weist den NRW-Kommunen über die Bezirksregierung Arnsberg die Geflüchteten zu, eine eigene Entscheidungskompetenz hat die jeweilige Kommune an dieser Stelle nicht. Der Wohnungsmarkt gerade für bezahlbaren Wohnraum steht in Kevelaer aktuell massiv unter Druck, der notwendige Wohnraum ist noch im Bau bzw. in Planung, s.o. Würden die Geflüchteten auch noch auf diesen Wohnungsmarkt drücken, wäre der Zielkonflikt mit den einheimischen Wohnungssuchenden vorprogrammiert. Die Geflüchteten erneut in Turnhallen unterzubringen ist nicht nur am Rande der Menschenwürde für die dort Untergebrachten. Auch eine Vielzahl von Schülern und Sportlern wäre betroffen. Es ist zu wünschen, dass jetzt noch Bund und/oder Land endlich den Kommunen finanziell adäquat unter die Arme greifen würden, damit die Kommunen weiter handlungsfähig bleiben.

Nicht sofort, aber in absehbarer Zeit sollte erneut ein – kleineres – integriertes städtebauliches Entwicklungskonzeptaufgelegt werden. Hierbei soll nicht erneut die Umgestaltung von Straßen und Plätzen im Fokus stehen sondern die Lösung der innerstädtischen Probleme wie etwa die Leerstände an prominenter Stelle oder der Sanierungsstau bei Altbauten.

Die südliche Innenstadt muss mit Augenmaß entwickelt werden, insbesondere der Bereich zwischen Kauf-Center und Hotel am Bühnenhaus sowie die alte Post-Fläche. Hier werde ich mich dafür einsetzen, dass die gesamtstädtischen Interessen gewahrt werden und es nicht nur um die Befriedigung der Interessen Einzelner geht.

In Sachen Mobilität wird es in den nächsten Jahren darum gehen, die Frage zu beantworten, ob die Stadt – neben dem bestehenden Bürgerbus und den sich nun etablierenden Schnellbuslinien des Kreises – weiterhin die kostenintensive Linie 73 benötigt. Und auch wenn die faktischen Möglichkeiten der Einflussnahme gering sind: Ich werde mich auch weiter und nachdrücklich dafür einsetzen, dass der RE 10 bald wieder pünktlich und zuverlässig fährt. In Sachen Fuß- und Radverkehr steht die Fertigstellung des Nahmobilitätskonzepts bevor, aus dem sich die Umsetzung mehrerer Maßnahmen ergeben wird. Wenn die Möglichkeit besteht, wird darüber hinaus mit Hilfe von Fördermitteln wie beim erfolgten Ausbau des Radwegs Wember Straße der nächste Radweg aus- und umgebaut. Des Weiteren sollte ein Vorschlag des ADFC ernsthaft erwogen werden, nämlich die Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht zumindest auf einem Teil des Stadtgebiets.

Das größte Klimaschutzprojekt der nächsten Jahre wird die kommunale Wärmeplanung sein. Hier ist Kevelaer bereits auf einem sehr guten Weg. Am Ende geht es um CO2-Neutralität auf dem Energiesektor. Auf dem Weg dorthin wurde in einem ersten Schritt das Potenzial alternativer Energieformen zu den fossilen Energieträgern auf Kevelaerer Stadtgebiet analysiert. Inwieweit kann die Flusswärme der Niers genutzt werden oder die Abwasserwärme, macht oberflächennahe Geothermie Sinn? Welche Quartiere kommen in Frage? Spannende Fragen auf dem Weg in die Zukunft. Und es gibt noch einen weiteren Nutzen: Die Energiemangellage und die damit einhergehenden explodierenden Energiepreise haben uns deutlich unsere derzeitige Abhängigkeit von anderen Ländern aufgezeigt. Bei einer Abkehr von fossilen Brennstoffen hin zu lokalen Energieträgern sind wir in Zukunft bei weitem nicht mehr so anfällig für diese weltpolitischen Effekte.

Freizeit/Sport/Vereine/Ehrenamt

Die Förderung des Ehrenamtes ist wichtig. Denn hier werden von Bürgern Aufgaben übernommen, die im Grunde genommen Kernaufgaben der Kommune sind: Mobilität, Nahversorgung, Bildung, Netzwerke und Betreuung. Die Sportvereine, die Feuerwehr, die Bürgerbusvereine oder auch der Bäderverein, nur um einige zu nennen, übernehmen eine gesellschaftliche Aufgabe, die gar nicht hoch genug geschätzt werden kann. Zwar kann bei klammen Kassen die Vereinsförderung nicht nach dem „Wünsch Dir was“-Prinzip stattfinden, doch darf man hier auch nicht rein betriebswirtschaftlich an die Sache herangehen. Denn hier wird viel für die Stadt und ihre Bürger geleistet. In den letzten Jahren wurden die örtlichen Vereine unterstützt etwa bei der Errichtung von Kunstrasenplätzen, der Sanierung von Umkleidekabinen oder – aktuelles Beispiel – die SSG beim Ausbau ihrer Trainingsstätte. Die Skate-Anlage am Schulzentrum wurde überwiegend mit Fördermitteln errichtet und steht der Allgemeinheit kostenfrei zur Verfügung. Insbesondere mit Hilfe von Fördermitteln von Bund oder Land wird es immer noch möglich sein, auch größere Projekte umzusetzen.

Das Hallenbad und das Freibad müssen ebenfalls erhalten werden. Das Hallenbad ist wie die allermeisten Bäder defizitär, wurde aber erst kürzlich saniert. Das Mehrzweckbecken ist ohnehin nur wenige Jahre alt. Auch im Freibad wird dank der unermüdlichen Arbeit des Bädervereins die Anlage in einem Top-Zustand gehalten und sinnvoll ergänzt. Aber das Geld in diese Infrastruktur ist gut investiert. Es ist nicht nur wichtig, dass jedes Kind schwimmen lernt. Auch die soziale und gesellschaftliche Komponente neben dem Schul- und Vereinssport im Wasser darf nicht außer Betracht bleiben.

Sport und Kultur sind kein nettes Beiwerk sondern schaffen und erhalten den Menschen Lebensqualität. In diesen Bereichen muss daher besonders genau hingeschaut werden, wo tatsächlich guten Gewissens gespart werden kann.

Für Kinder und Jugendliche wurde in den vergangenen Jahren viel Geld investiert, allerdings nicht in „Bereiche zum Chillen“. Die Jugendlichen suchen sich diese Bereiche selbst, ob auf der Wiese zwischen Hallenbad und Gradierwerk oder anderswo. Dass diese vorhandenen Räume erhalten bleiben, damit die Jugend ungestörte Rückzugsräume behält, ist wichtig.

Bildung: Schulen/Kindergärten

Wir müssen sparen, dürfen aber nicht alles einem allgemeinen Spardiktat unterwerfen. Kevelaer ist nur dann ein attraktiver Wohnort für Familien, wenn Bildung großgeschrieben wird. Rat und Verwaltung investieren daher seit vielen Jahren einmütig und aus Überzeugung Millionen in die Kevelaerer Schullandschaft, häufig am und im Schulzentrum, im vergangenen Jahr in die Grundschulen in Twisteden und vor allem mit ca. 2 Mio. Euro in Wetten. Daneben wurden iPads für die Schüler sowie bspw. Whiteboards angeschafft. Die Kevelaerer Schullandschaft ist wegen der vorausschauenden Arbeit der letzten Jahrzehnte im Vergleich in einem exzellenten Zustand, und so soll es auch bleiben. Aus diesem Grund wurde in den letzten Jahren die Schulsozialarbeit auch in den Grundschulen etabliert.

Kleine Kinder sollen im öffentlichen Raum spielen können. Jedes Jahr fließt eine erkleckliche Summe in die Sanierung von Spielplätzen auf Kevelaerer Stadtgebiet. Die Stadt steht aber auch an anderer Stelle in der Verantwortung: Einige Kindergärten, die nicht in städtischer Trägerschaft sind, sind erheblich sanierungsbedürftig. Die Träger können den Neubau bzw. die Sanierung finanziell nicht alleine stemmen, die Stadt wird helfen müssen.

Feuerwehr/innere Sicherheit/Bevölkerungsschutz/Ärzte

Rat und Verwaltung haben auch in Sachen Feuerwehr in den vergangenen Jahrzehnten an einem Strang gezogen und die Freiwillige Feuerwehr hervorragend ausgestattet. Nach vielen Jahren, in denen es vor allem um die Anschaffung von Fahrzeugen ging, war zuletzt in Twisteden der erste Neubau eines Feuerwehrgerätehauses fällig, und er wird nicht der letzte gewesen sein. Wir Kevelaerer Bürgerinnen und Bürger sind auf „unsere“ Wehr angewiesen und sind froh und dankbar, dass wir so engagierte Feuerwehrleute haben. Um die Bevölkerung vor Gefahren zu schützen, muss sie allerdings auch gut ausgestattet sein.

Manche Menschen fühlen sich zunehmend unsicher im öffentlichen Raum. Gut ist, dass in Kevelaer – anders, als noch vor fünf Jahren – der Kreis Kleve als zuständige Polizeibehörde die hiesige Wache wieder rund um die Uhr besetzt. Darüber hinaus wird jetzt ein Kommunaler Ordnungsdienst eingeführt, den es schon in vielen Städten gibt. Ein KOD hat keine polizeilichen Befugnisse, sorgt aber durch Kontrollen dennoch für Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum. Der Stadtrat hat dies auf meinen Vorschlag hin vor der Sommerpause beschlossen.

Um Gefahren vorzubeugen, die von den Folgen des Klimawandels ausgehen, zB Dürre- und Hitzeperioden oder Starkregenereignisse, müssen die Stadt Kevelaer und seine Einwohner resilienter werden, also widerstandsfähiger. Um zu wissen, an welchen Stellen wir was machen sollten, nimmt die Stadt schon erfolgreich am European Climate Adaptation Award teil. Derzeit werden in einem Klimafolgenanpassungskonzept konkrete Maßnahmen erarbeitet, die dann im Anschluss umgesetzt werden sollen. Dabei geht es auch, aber nicht nur um die Entsiegelung von innerstädtischen Flächen, um mehr Stadtgrün und Trinkwasserspender in der Innenstadt.

Ob Jung oder Alt, jeder Mensch benötigt regelmäßig einen Arzt. Die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum ist ein Dauerthema. Leider hat die Idee eines Ärztehauses auf der Hüls nicht geklappt. Es muss weiterhin Ziel sein, es Haus- und Fachärzten so attraktiv wie möglich zu machen, ihre Praxis in Kevelaer aufzumachen oder als Arzt in Kevelaer zu bleiben. Denn aufgrund der Altersstruktur der Ärzte vor Ort ist klar: Wir müssen Ärzte nach Kevelaer locken, wenn wir nicht in ein paar Jahren ein handfestes Versorgungsproblem haben wollen.

Die Krankenhauslandschaft ist im Wandel. Ich werde mich mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass Kevelaer weiterhin Krankenhausstandort bleibt. Es dient nicht nur unserer ärztlichen Versorgung sondern steht uns auch als Wallfahrts- und Kurstadt gut zu Gesicht.

Wallfahrt/Kurort/Tourismus/Kultur

Die Wallfahrt ist seit 1642 das Alleinstellungsmerkmal Kevelaers und Teil seiner DNA. Kevelaer ist einer der bedeutendsten Marienwallfahrtsorte in Europa. Doch die Zeiten sind für spirituelle Orte schwieriger geworden, die Pilger sind in der Vergangenheit weniger geworden und älter. Es gibt also für die Wallfahrtsleitung und die Stadtverwaltung gemeinsame Aufgaben zu lösen, und hier ist die Zusammenarbeit vorbildlich. Der regelmäßige Austausch geht weit über die Innenstadtprojekte wie die Umgestaltung des Kapellenplatzes oder die Schaffung einer Busankunft hinaus und ist von großem gegenseitigem Vertrauen geprägt. Ich stehe für dieses Miteinander seit zehn Jahren.

Dennoch benötigt Kevelaer neben der Wallfahrt ein weiteres touristisches Standbein. Hier hat sich Kevelaer in den letzten zehn Jahren vorbildlich entwickelt mit dem Solegarten, dem Gradierwerk, dem Inhalatorium und dem im vergangenen Jahr verliehenen Prädikat „Ort mit Heilquellenkurbetrieb“. Dieses Prädikat muss nun mit Leben gefüllt werden, damit die Besucherinnen und Besucher unserer Stadt auch das vorfinden, was sie erwarten. Dazu gehören auch weitere Hotelangebote in Kevelaer im 2- und 4-Sterne-Segment sowie eine gute Verbindung zwischen Innenstadt und Solegarten über die Twistedener Straße. An beidem werde ich in den kommenden Jahren arbeiten, damit Kevelaer hier auf Kurs bleibt. Die Weiterentwicklung als Kurort ist für Kevelaer in den nächsten Jahren essenziell und wird einen Schwerpunkt meiner Arbeit darstellen. Das Fernziel, Kevelaer zu einem Heilbad weiterzuentwickeln, ist aktuell noch Zukunftsmusik, wird aber schon jetzt mitgedacht.

Darüber hinaus bietet Kevelaer auch Tagestouristen ein breites Spektrum. Neben dem Magneten für Familien, dem Irrland in Twisteden, hat die Innenstadt vor allem architektonisch einiges zu bieten. Damit sich die Besucherinnen und Besucher ebenso wie die Kevelaererinnen und Kevelaerer rundum wohl fühlen, wurde die Innenstadt in den vergangenen Jahren von Grund auf saniert und zukunftsfähig gemacht. Dazu zählen nicht nur barrierefreie Wege sondern auch das mit Hilfe von Fördermitteln errichtete Parkleitsystem sowie der gelungene Peter-Plümpe-Platz. In den nächsten Jahren soll noch ein Parkdeck in der südlichen Innenstadt dazukommen, zusätzlich soll die Innenstadt mit weiteren attraktiven Gastronomie-Angeboten aufgewertet werden.

Kevelaer war in den letzten Jahren und Jahrzehnten auch ein Magnet für Kultur, nicht nur wegen des Konzert- und Bühnenhauses. Kultur fördert Kreativität und schafft Lebensqualität. Der Wert lässt sich nicht nur mit Geld bemessen. Diverse Veranstaltungen, etwa „Kevelaer im Licht“ oder das Ballonfestival, sind auch ein Publikumsmagnet für die Menschen aus der Region. Nicht nur mit Blick auf das Angebot, das man als Kurstadt haben sollte, passen Kevelaer und Kultur gut zusammen. Für dessen Erhalt setze ich mich ein.

Wirtschaftsförderung/Standortpolitik/Ortschaften/Jobs

In den Gewerbegebieten gibt es in den nächsten Jahren zwei Themen, die gelöst werden. Zum einen steht das Gewerbegebiet Aent Vorst unmittelbar vor der Entwicklung. Das gibt Bestandsbetrieben die Möglichkeit sich zu erweitern, und neuen Unternehmen die Chance, sich anzusiedeln. Das schafft Arbeitsplätze in der Region. Darüber hinaus ist es ein Ärgernis, dass das Gewerbegebiet Süd noch nicht mit Glasfaser angebunden ist – ein Standortnachteil, der nun kurzfristig behoben werden muss. Denn grundsätzlich sind die Rahmenbedingungen gut: Kürzlich erschien eine Studie mit einem Kommunalranking, wo Kevelaer in NRW und im Kreis Kleve in der oberen Hälfte landet (Quelle: IW Consult, Studie vom 05.06.2025).

Ganz in der Nähe des Schulzentrums wurde das Jugend- und Verwaltungszentrum gebaut verbunden mit den neuen Räumlichkeiten für Jugendliche und junge Menschen. Zur beruflichen Orientierung wird in nächster Zeit dort eine Jugendberufsagentur etabliert, die jungen Menschen helfen soll, ins Berufsleben zu finden. Seit einem Jahr betreibt die Wirtschaftsförderung auch die Seite www.kevelaer-kanns.de, um Unternehmer und Mitarbeitende zusammenzubringen. Hier finden sich zum Beispiel Stellenangebote und freie Ausbildungsplätze lokaler Unternehmen. Dieser Gedanke wird fortgeführt und ausgebaut.

Die planungsrechtliche Steuerung des Einzelhandels und Zentrenschutz erfolgt durch ein Einzelhandelskonzept. Das ist in die Jahre gekommen und muss im kommenden Jahr gründlich überarbeitet werden. Die Ansiedlung von neuem Einzelhandel und neuer Gastronomie in den Leerständen ist in den vergangenen Jahren gelungen. Darauf darf man sich aber nicht ausruhen. Es gibt immer noch zu viele Leerstände. Darüber hinaus muss etwa in der Maasstraße und der Amsterdamer Straße die Transformation der Leerstände in Wohnraum angegangen werden.

Auch wegen der notwendigen Weiterentwicklung des Kurorts sind weitere Hotels im Zwei-Sterne- und im Vier-Sterne-Segment ebenso wichtig wie ein breiteres Angebot in der Gastronomie. Auf der Ansiedlung dieser Segmente wird ein Schwerpunkt in den nächsten Jahren liegen.

Die Ortschaften werden kontinuierlich weiterentwickelt. So wird in Twisteden eine Lösung für die Umsiedlung des Kindergartens gefunden werden. Das Grundstück dafür gibt es schon. Auch die Investitionen in den letzten Jahren in die Grundschulen insbesondere in Twisteden und Wetten haben sich gelohnt und werden zur Stärkung der Schulstandorte fortgesetzt. Die Wohngebiete in Wetten. Winnekendonk und Twisteden werden gerade ausgebaut. Aktuell wird für ein weiteres Wohngebiet in Kervenheim Baurecht geschaffen. In Kervenheim beginnt in Kürze die Planung für einen Supermarkt. Die Ortschaften mit ihren jeweiligen Eigenheiten, ihrer Gemeinschaft und ihrem quicklebendigen Vereinsleben sind wertvolle Lebensräume, die erhalten und ausgebaut werden müssen. Dass hier mittlerweile überall Glasfaser liegt und nun auch die Grauen Flecken ausgebaut werden, ist da nur ein Anfang.

Klarer Kurs in unsicheren Zeiten

Kevelaer steht vor großen Herausforderungen – aber auch vor ebenso großen Chancen. Die kommenden Jahre verlangen von uns Entschlossenheit, Kreativität und Zusammenhalt. Wie sichern wir die Qualität unserer Bildung und stärken unsere Vereinsstrukturen – auch angesichts knapper öffentlicher Kassen? Wie schaffen wir bezahlbaren Wohnraum, erhalten gleichzeitig die Identität unserer Ortskerne und treiben den Klimaschutz aktiv voran?

Und wie gelingt es uns, Kevelaer als lebens- und liebenswerte Stadt für alle Generationen zu bewahren und weiterzuentwickeln – für Familien, Senioren, Jugendliche und Unternehmerinnen und Unternehmer gleichermaßen?

Seit 2015 darf ich mit großer Verantwortung, aber auch mit großer Freude das Amt des Bürgermeisters von Kevelaer ausüben. Diese Aufgabe ist für mich weit mehr als ein Beruf – sie ist eine Herzensangelegenheit. Deshalb bewerbe ich mich erneut um Ihr Vertrauen.

Mein Ziel ist klar: Ich möchte Kevelaer weiterhin gemeinsam mit Ihnen – den Bürgerinnen und Bürgern – gestalten. Mit Ehrlichkeit, Transparenz und einer lösungsorientierten Haltung. Mir geht es um mehr als Verwaltung. Mir geht es um Gestaltung – mit Herz, Verstand und Ausdauer.

Wofür ich stehe

Ich setze mich für eine sachorientierte, parteiunabhängige Politik ein. Eine Politik, die nicht von parteitaktischen Interessen geleitet wird, sondern von dem, was für Kevelaer am besten ist. Ich glaube an den offenen Dialog, an die Kraft des Zuhörens und an die Stärke einer Stadtgemeinschaft, die gemeinsam anpackt und zusammenhält. Entscheidungen dürfen nicht über Köpfe hinweg getroffen werden – sie müssen nachvollziehbar, offen diskutiert und gemeinsam getragen sein.

Worum es mir geht

  • Gute Bildung sichern: Unsere Schulen und Kitas sind Orte der Zukunft. Sie brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, moderne Ausstattung und engagiertes Personal – auch in Zeiten knapper Haushalte.

  • Vereine stärken: Unsere Vereine sind das Rückgrat des gesellschaftlichen Miteinanders. Sie verdienen Unterstützung, Anerkennung und eine verlässliche Perspektive.

  • Wohnraum schaffen – bezahlbar und nachhaltig: Jeder Mensch verdient ein Zuhause. Wir müssen Wohnraum schaffen, der für alle bezahlbar ist – ohne unsere Ortsteile zu überfordern oder die Umwelt aus dem Blick zu verlieren.

  • Ortskerne erhalten: Die Identität unserer Stadt lebt in ihren Ortskernen. Diese Orte wollen wir erhalten, beleben und mit neuen Ideen stärken.

  • Klimaschutz vorantreiben: Der Klimawandel ist Realität. Wir müssen handeln – lokal, pragmatisch und mit Weitblick.

  • Generationenübergreifend denken: Ob jung oder alt – Kevelaer soll ein Ort sein, an dem sich alle Menschen wohlfühlen, mitgestalten und gut leben können.

Gemeinsam für Kevelaer

Ich bin überzeugt: Kevelaer hat alles, was es braucht, um auch in unsicheren Zeiten Kurs zu halten. Mit einem offenen Ohr für Ihre Anliegen, mit dem Mut zur Veränderung und mit dem festen Willen, das Beste für unsere Stadt zu erreichen. Lassen Sie uns Kevelaer weiterhin gemeinsam gestalten – mit Herz, Haltung und einem klaren Kompass.

Persönliches

Ich heiße Dominik Alexander Pichler und wurde am 9. März 1976 in Rosenheim geboren. Ich bin verheiratet und Vater von sechs Kindern. Seit Oktober 2015 bin ich Bürgermeister der Wallfahrtsstadt Kevelaer.

Nach dem Abitur am Kardinal-von-Galen-Gymnasium im Jahr 1995 habe ich meinen Zivildienst im St. Josefs Haus in Wetten im Bereich Betreuung und Pflege geleistet. Anschließend studierte ich von 1996 bis 2001 Rechtswissenschaften an der Universität Bonn und schloss mit dem Ersten Juristischen Staatsexamen ab. Mein Rechtsreferendariat absolvierte ich von 2002 bis 2003 am Landgericht Fulda und beendete es mit dem Zweiten Staatsexamen.

Seit 2005 war ich als Rechtsanwalt in Kevelaer tätig, ab 2008 auch als Fachanwalt für Strafrecht. 2009 wurde ich zum Doktor der Rechtswissenschaften promoviert. Mit meinem Amtsantritt als Bürgermeister im Oktober 2015 ruht meine Anwaltszulassung.

Politisch engagiert habe ich mich schon lange vor meinem ersten Mandat. Im Jahr 2009 wurde ich dann bei der Kommunalwahl in den Rat der Wallfahrtsstadt Kevelaer gewählt und war dort bis 2015 aktiv. Seit Oktober 2015 habe ich das große Vertrauen erhalten, als Bürgermeister unserer Stadt zu arbeiten.

Neben Beruf und Familie bin ich auch in meiner Freizeit aktiv: Ich bin Mitglied der Judo-Abteilung des KSV (Träger des 1. Kyu), spiele Theater in der Theaterwerkstatt Haus Freudenberg, singe im Familienchor der Basilikamusik Kevelaer, spiele Schach im Schachklub Kevelaer und nehme regelmäßig an Quizveranstaltungen als Mitglied im Deutschen Quizverein teil.

Pichlers Podcast

In meinem zweiwöchentlichen Podcast möchte ich Ihnen die Möglichkeit geben, mich nicht nur als Bürgermeister, sondern auch als Mensch besser kennenzulernen. Ich spreche über meine Beweggründe für die erneute Kandidatur, mein Wahlprogramm und darüber, was mich antreibt, unsere Stadt weiter mitzugestalten.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie mir gerne:

📧 info@dominik-pichler.de

📱 WhatsApp: 0151-12406792

Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!

Aktuelles

28.08.2025 Den Bürgermeisterkandidaten auf den Zahn gefühlt
13.08.2025 WDR Kandidatencheck
24.07.2025 KBV Unterstützt Pichler
16.07.2025 KBV-Entscheidung zur Bürgermeisterwahl
16.07.2025 FDP Kevelaer verabschiedet ihr Wahlprogramm 2025
28.06.2025 Grüne Kevelaer unterstützen Dr. Dominik Pichler
17.06.2025 Schüler überraschen Bürgermeister-Kandidaten mit verblüffenden Fragen
25.04.2025 Ich will gewinnen
28.08.2024 Dominik Pichler tritt erneut an

Kontakt

Fragen oder Anregungen?
Kontaktieren Sie mich gerne:

Dr. Dominik Pichler
Maasstraße 25
47623 Kevelaer

E-Mail: info@dominik-pichler.de

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